Zahn, Füllung, Krone, Brücke Karies & Kreidezähne

Karies & Kreidezähne
Zahn, Füllung, Krone, Brücke

Zahnfäule (Karies) oder Kreidezähne fallen auf durch:

  • Defekte in der Zahnoberfläche
  • Ledrige Erscheinung
  • Gelblich-bräunliche Verfärbung

Schwarze Verfärbungen deuten auf kariöse Prozesse hin, die bereits wieder zum Stillstand gekommen sind.

Entstehung

Karies ist ein Demineralisationsprozess der Zähne, bei dem bestimmte Bakterien Zucker zu Säuren verstoffwechseln und diese Säuren über die Zeit die mineralische Zahnoberläche anlösen.

Bestimmte Bakterien (Mutans-Streptokokken und Laktobazillen) in der Plaque bzw. dem Biofilm auf der Zahnoberfläche benötigen Zucker (z.B. aus der Nahrung) für ihren Stoffwechsel. Dabei entstehen Säuren. Diese Säuren werden von den Bakterien an die Umgebung abgegeben. Über die Zeit lösen die Säuren die mineralischen Zahnoberflächen auf (Demineralisierung). Diesen Prozess bezeichnet man als Karies.

Zudem vermehren sich mit der Zeit die Bakterienarten, die in der zunehmend sauren Umgebung gut leben können (Selektionsvorteil), die Säurekonzentration steigt weiter an, und die Karies schreitet immer schneller voran.

Alle Süßigkeiten und versteckten Zucker in der Nahrung (z.B. in Ketchup, Joghurt, ...) können bei unzureichender Mundhygiene Karies verursachen.

Karies ist vermeidbar!

Durch regelmäßige Mundhygiene bzw. Mundpflege sowie durch angepasste Ernährungsgewohnheiten (Zuckerimpluse) kann Karies vergebeugt werden. Karies ist also keine Infektionserkrankung.

Hauptursachen für KariesHauptursachen für Karies

Prädilektionsstellen

In den Nischenbereichen der Zähne kommt es bevorzugt zu Karies (Prädilektionsstellen):

  • Zahnzwischenräume (approximal)
  • Vertiefungen der Zähne (Fissuren & Grübchen)
  • Zahnhälse (zervikal)
  • Füllungsrändern

Karies entsteht selten im Bereich der Glattflächen außen oder innen an den Zähnen - hier kommt die Zahnbürste gut hin und die Selbstreinigungsmechanismen (Abgleiten der Speisen beim Kauen, Zungenreinigung und Speichel) sind hier besonders gut wirksam.

Fläschchenkaries

Bei Kindern unter 3 Jahren spricht man von Fläschchenkaries (Nuckekaries), weil häufig nicht beachtet wird, dass auch Säfte und gesüßte Tees viel Zucker enthalten und das Fläschchen regelmäßig über den ganzen Tag gegeben wird.

Aber selbst wenn nur Wasser im Fläschchen gegeben wird, kann an den Schneidezähnen im Oberkiefer Karies entstehen. Wenn den ganzen Tag über am Fläschchen genuckelt wird, verhindert das ständige Umspülen der Zähne mit Wasser, dass der Speichel die Zahnoberflächen wieder regenerieren kann.

Kreidezähne

Kreidezähne zeigen die typischen Veränderungen (gelblich-bräunliche Verfärbungen, Unregelmäßigkeiten in der Oberfläche) bereits ab dem Zahndruchbruch und sind nicht wie bei Karies durch Bakterien verursacht. Die genauen Ursachen sind noch nicht geklärt, im Verdacht stehen Weichmacher in Kunststoffen, die auf die Zähne bei Ihrer Entstehung und Reifung im Kieferknochen wirken.

Die sogenannten Kreidezähne (Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation / MIH) werden zunehmend bei Kindern beobachtet. 2014 waren in Deutschland 30% der Kinder betroffen, weltweit waren es ca. 15%.

Die Kreidezähne fallen auf, weil meist nur einzelne Backenzähne oder Schneidezähne im Milchgebiss und auch nach dem Zahnwechsel bei ansonsten guter Mundhygiene und Mundgesundheit betroffen sind. Nicht selten sind die Zähne empfindlich auf Reize (Kälte, Wärme, süß oder sauer).

Diese Seite wurde zuletzt am 13.04.2023 geändert.

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