
- Startseite >
- >
- Intensiv, Beatmung, Wachkoma, Palliativ
Intensiv, Beatmung, Wachkoma, Palliativ
Was ist hier zu beachten?
Bei intensivmedizinischer Betreuung, bei Beatmung, bei Menschen im Wachkoma und am Lebensende gilt es, die besonderen Risiken angemessen zu berücksichtigen.
Intensiv, Beatmung , Wachkoma, Palliativ
Auf Intensiv, bei Beatmung, bei Wachkoma und am Lebensende im Palliativ-Setting ist das Risiko für Mundtrockenheit, für Verschleimung und Borkenbildung und für Aspiration mit der Folge einer Lungenentzündung abesonders hoch.
Deshalb sollte die Mundhygiene besonders sorgfältig durchgeführt und die Mundschleimhäute mehrmals täglich befeuchtet werden.
Beachte:
- Bei eingetrübtem Bewusstsein den Kontakt für die Mundpflege nicht direkt im Mund beginnen (Anbahnung)
- Wenig Zahnpasta und eine Zahnpasta, die wenig schäumt
- Zahnpastaschaum bzw. Beläge mit Kompresse auswischen
- Schleimhäute mit Kompressen alle 2-3 Stunden befeuchten (Wasser, Tee, pflanzliche Öle)
- Bürsten nach Gebrauch desinfizieren (z. B. in Chlorhexidin), bei kritisch kranken Menschen ggf. täglich auswechseln
Alternativen:
- Zahnpasta: Fluroid- bzw. CHX-Lösung/Gel
- Bürste: Absaugzahnbürste (z. B. Plaque vac® oder Toothette®)
- Mundspülbecher: Nasenausschnittsbecher oder Pappbecher, am Rand ausgeschnitten), Tee- bzw. Esslöffel
Bei beatmeten Menschen muss vor der Mundpflege der Cuff-Druck überprüft werden.
Weiterführende Informationen können den „Anforderungen an die Hygiene bei der medizinischen Versorgung von immunsupprimierten Patienten*innen“ vom Robert-Koch-Institut entnommen werden.
Aromapflege & Aromatherapie
Zur allgemeinen Steigerung des Wohlbefindens vor allem am Lebensende hat sich die Aromapflege bzw. Aromatherapie etabliert. Dabei werden ätherische Öle und Ölmischungen mit guter Verträglichkeit und niedrigem Gefahrenpotentialgezielt zur Behandlung von Erkrankungen durch speziell weitergebildete Therapeuten eingesetzt. Die Aromapflege ersetzt keine medizinische Behandlung, sondern unterstützt die therapeutischen Maßnahmen.
Der Duft sollte für den betroffenen Menschen gut riechen und keine Unverträglichkeiten (z. B. Allergien, Hautreizungen, Phototoxizität) hervorrufen. Vor der ersten Anwendung empfiehlt es sich deshalb, einen Riechtest sowie einen Hautverträglichkeitstest durchzuführen, wobei Unverträglichkeiten sich auch erst mit der Zeit der Anwendung entwickeln können.
Diese Seite wurde zuletzt am 20.08.2026 geändert.